Singletrailskala

Schwierigkeitsgrad S0

S0 beschreibt einen Weg, welcher keine besonderen Schwierigkeiten aufweist. Dies sind meistens flüssige Wald- und Wiesenwege auf griffigen Naturböden oder verfestigter Schotter. Stufen, Felsen oder Wurzelpassagen sind nicht zu erwarten. Das Gefälle des Weges ist leicht bis mäßig, die Kurven sind weitläufig.

Wegbeschaffenheit – fester und griffiger Untergrund
Hindernisse – keine Hindernisse
Gefälle – leicht bis mäßig
Kurven – weit
Fahrtechnik – kein besonderes fahrtechnisches Können nötig

Schwierigkeitsgrad S1

Auf einem mit S1 beschriebenen Weg muss man bereits kleinere Hindernisse wie flache Wurzeln und kleine Steine erwarten. Sehr häufig sind vereinzelte Wasserrinnen und Erosionsschäden Grund für den erhöhten Schwierigkeitsgrad, der Untergrund kann teilweise auch nicht verfestigt sein. Das Gefälle beträgt maximal 40% bzw. 22°. Spitzkehren sind nicht zu erwarten.

Ab S1 werden fahrtechnische Grundkenntnisse und ständige Aufmerksamkeit benötigt. Anspruchsvollere Passagen erfordern dosiertes Bremsen und Körperverlagerung. Es sollte grundsätzlich im Stehen gefahren werden. Hindernisse können überrollt werden.

Wegbeschaffenheit – loserer Untergrund möglich, kleine Wurzeln und Steine
Hindernisse – kleine Hindernisse, Wasserrinnen, Erosionsschäden
Gefälle – < 40%/22°
Kurven – eng
Fahrtechnik – fahrtechnische Grundkenntnisse nötig, Hindernisse können überrollt werden

Schwierigkeitsgrad S2

Im Schwierigkeitsgrad 2 muss man mit größeren Wurzeln und Steinen rechnen. Der Boden ist häufig nicht verfestigt. Stufen und flache Treppen sind zu erwarten. Oftmals kommen enge Kurven vor, die Steilheit beträgt passagenweise bis zu 70% bzw. 35°.

Die Hindernisse müssen durch Gewichtsverlagerung überwunden werden. Ständige Bremsbereitschaft und das Verlagern des Körperschwerpunktes sind notwendige Techniken, ebenso genaues dosieren der Bremsen und ständige Körperspannung.

Wegbeschaffenheit – Untergrund meist nicht verfestigt, größere Wurzeln u. Steine
Hindernisse – flache Absätze und Treppen
Gefälle – < 70%/35°
Kurven – leichte Spitzkehren
Fahrtechnik – fortgeschrittene Fahrtechnik nötig

 

Schwierigkeitsgrad S3

Verblockte Singletrails mit vielen größeren Felsbrocken und/ oder Wurzelpassagen gehören zur Kategorie S3. Hohe Stufen, Spitzkehren und kniffelige Schrägfahrten kommen oft vor, entspannte Rollabschnitte werden selten. Häufig ist auch mit rutschigem Untergrund und losem Geröll zu rechnen, Steilheiten über 70% bzw. 35° sind keine Seltenheit.

Passagen, die den 3. Schwierigkeitsgrad aufweisen, erfordern zwar noch keine Trial-Techniken, sehr gute Bike-Beherrschung und ständige Konzentration sind aber Voraussetzung zum Bewältigen von S3. Exaktes Bremsen und sehr gute Balance sind notwendig.

Wegbeschaffenheit -verblockt, viele große Wurzeln / Felsen; rutschiger Untergrund, loses Geröll
Hindernisse – hohe Absätze
Gefälle – > 70%/35°
Kurven – enge Spitzkehren
Fahrtechnik – sehr gute Bike-Beherrschung nötig

Schwierigkeitsgrad S4

S4 beschreibt sehr steile und stark verblockte Singletrails mit großen Felsbrocken und/ oder anspruchsvollen Wurzelpassagen, dazwischen häufig loses Geröll. Extreme Steilrampen, enge Spitzkehren und Stufen, bei denen das Kettenblatt unweigerlich aufsetzt kommen im 4. Grad häufig vor.

Um im 4. Schwierigkeitsgrad zu fahren sind Trial-Techniken wie das Versetzen des Vorder- und Hinterrades (z. B. in den Spitzkehren) absolut notwendig, genauso wie perfekte Bremstechnik und Balance. Nur Extremfahrer und Ausnahmebiker können S4 bewältigen, selbst das Hinabtragen dieser Passagen ist häufig nicht ungefährlich.

Wegbeschaffenheit -verblockt, viele große Wurzeln / Felsen; rutschiger Untergrund, loses Geröll
Hindernisse – Steilrampen, kaum fahrbare Absätze
Gefälle – > 70%/35°
Kurven – ösenartige Spitzkehren
Fahrtechnik – sperfekte Bike-Beherrschung mit Trial-Techniken nötig,
wie das Versetzen des Hinterrades in Spitzkehren

 

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